Shugyosha’s Weblog

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Erlebnisse vom Wochenende

Verfasst von shugyosha am Januar 14, 2008

Während andere sich am Samstag durch IKEA quälen, habe ich etwas entdeckt, was noch mehr hektische Menschen auf einen Fleck zusammen bringt:
Brautgeschäfte!

Letztes Wochenende habe ich mir den Spaß erlaubt und habe mir das mal angesehen. Man nehme also einen kleinen, mit Vorhang abgetrennten Bereich eines großen Kleidungsgeschäftes und lasse ihn durch 4-5 zukünftige Bräute stürmen. Jede natürlich mit einer Kohorte von Freundinnen und/oder Eltern und/oder Schwiegereltern…

Meine Favoritin war ein Mädel Mitte 20 und Kleidungsgröße 54, sich sich in ein ärmel- und trägerloses Kleid mit 1 Meter langer Schleppe gezwängt hatte und “um ein Gefühl dafür zu bekommen” durch den Laden stolziert ist, ein kleines Diadem auf dem Schopfe. (Ich werde das nicht weiter kommentieren, denn das Bild hat sich auf der Netzhaut bereits eingebrannt…)

Erkenntnis des Tages:
Nicht jedes Gewand passt zu jedem Menschen. Manchmal ist es ein paar Nummern zu klein, sodass man es nicht ausfüllt.
Manchmal ist das, was schön ist, nicht unbedingt bequem.
Und manchmal sollten Eltern einfach ihrer Tochter sagen, dass sie nicht wie Sisi ausschaut, sondern eher wie 2 davon…

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Rache ist Blutwurst

Verfasst von shugyosha am Dezember 21, 2007

Ich bin ja eigentlich ganz friedlich. Wer mit mir nicht auskommt…*pfff*
Jedoch bin ich vor ein paar Jahren in eine Situation gekommen, in der ich lieber nicht so brav gewesen wäre… ;-)

Wen’s interessiert: ich hatte einen Job in einem Münchner Familienunternehmen angenommen: Vater, Mutter, Sohn. Der Sohn klebte sich nach einem 4wöchigen Kursus über Internetrecht ein Schild mit der Aufschrift “Justiziar” an die Tür. Nun mag man darüber hinwegsehen, dass er einen Hauptschulabschluss aber keine Berufsausbildung hatte – aber reden konnte er! So toll war er! Ich hielt Abstand, nichts gegen Zwanzigjährige Spätpubertierende.

Die Mutter: kleinere organisatorische und computertechnische Probleme verursachten eine komplette (Falsch)Sortierung der auf xls aufgebauten Datenbank. Wurde schnell als Fehler des “Neuen” deklariert -der dann unentgeltlich bis abends um 10 im Büro gehockt hat und alles gerichtet hat. Dafür war dann aber wöchentliches Cocktailtrinken im Bayrischen Hof Pflicht oder Skifahren mit dem Wasi. Die Einladungen zum Wiener Opernball wurden nebenbei verfallen gelassen, man hat ja nicht alles nötig! “Newbie” arbeitete derweil ein dreiviertel Jahr im Voraus.

Nach 4 Monaten kam dann die Kündigung, man passe nicht zusammen (klar, da war ja auch schon für das ganze Jahr im Vorfeld die Arbeit gemacht…). Das war dann der Moment der Rache, oder wenigstens der Gedanken daran. Süße Rache, die eine innere Befriedigung bringt! Träume von Eisenstangen und Kratzern auf dem 3er, 5er und 7er.

Aber nein, solch primitiven Mittel wendet ein Shugyosha nicht an! Es geht doch viel einfacher…
Bei solchen Leuten, die von Office keinen Plan haben, reicht ein Punkt in allen xls-Dateien. Soweit es geht unten und rechts, Schriftfarbe weiß. Viel Spaß bei allen Ausdrucken und Papier nachfüllen *sfg*

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Wisst Ihr schon, was Ihr Silvester macht?

Verfasst von shugyosha am Dezember 19, 2007

Ich werde ja arbeiten, nur bis 12 Uhr. Abends wird dann traditionell mit Freunden gefeiert, diesmal Raclette oder Fondue?

Letztes Jahr gab es ja den Fondue-Flash: mit Öl, mit Brühe, Käsefondue (auch traditionell: das Kirschwasser) und als krönenden Abschluss Schokoladen-Fondue. Wer da nicht satt wird… dem ist wahrscheinlich schon schlecht… (es wird Kirschwasser empfohlen)
Hauptsache, Mitternacht kommen alle von der Couch hoch und und können soviel Feuerwerk in die Luft blasen, von dessen Kosten die Bewohner eines kleinen afrikanischen Landes monatelang satt werden könnten.

btw: Wie oft muss ich denn noch “Dinner for one” ertragen? Es wird mit keinem Mal anschauen besser…  (auch eine Tradition, ich weiß. Aber kann man nicht seine eigenen Rituale haben?)

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Demokratie: Netz vs. Real Life

Verfasst von shugyosha am Dezember 13, 2007

Ein gutes Zusammenleben und Miteinander erfordert sowohl Regeln als auch Toleranz aller Beteiligten (und dazu gehört das Kennen seiner Rechte und Pflichten).

Demokratisches Denken ist natürlich zu fördern, aber überall gibt es Regeln und Gesetze, an die man sich halten muss, damit es einfach klappt!

Ein Beispiel: “Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch steckst…” – das haben doch die meisten schon mal gehört ;-)

Will sagen, die Rechte bestehen hier u.a. darin, kostenfrei bei den Eltern zu wohnen, zu essen, man wird ver- und umsorgt. Die Pflichten sind dann eher individuell: zu einer bestimmten Zeit daheim zu sein, für die Schule zu lernen, verschiedene Aufgaben im Haushalt übernehmen - kurzum: Wohlverhalten.

Wenn der Teenager langsam flügge wird, wird schon mal gern ausgetestet, wie man Regeln umgehen oder dehnen kann. Manchmal klappt das, manchmal wird man in seine Schranken gewiesen.

Und so wie es im echten Leben Regeln und Gesetze gibt, funktioniert es auch im Internet. Es ist kein rechtsfreier Raum, in dem jeder tun und lassen kann, was er will.

Zugegeben, man hat viel mehr Möglichkeiten, zu existieren. Man kann sich auf verschiedenen Plattformen eine virtuelle Persönlichkeit erschaffen und sich ganz anders geben als in der Realität. Aber hinter all den Gestalten stecken Menschen, das wird oft genug vergessen! Und da sind wir wieder beim Punkt: wie kann und wie muss man gut miteinander umgehen?

Es gibt auf der einen Seite den Anbieter eines bestimmten Dienstes, nennen wir ihn den “Hausherrn”. Auf der anderen Seite stehen die Nutzer, also “User”.

Der Diensteanbieter hat Kosten und versucht, z.B. mit Werbebannern Geld zu verdienen und die ganze Sache tragbar zu machen. Das funktioniert nur, wenn genügend Traffic auf den Seiten herrscht (genügend Zielpublikum). Es ist also ein Geben und Nehmen auf Gegenseitigkeit, jeder sollte im Idealfall davon profitieren.

Der Hausherr sagt, wie man sich in seinen Räumen zu verhalten hat und gibt Regeln vor – seine Vorstellung von Wohlverhalten im Interesse aller. Dafür dürfen die User Dienst XY in Anspruch nehmen.

Ich sehe es nicht nur als Recht des Hausherrn an, Regeln aufzustellen – sondern als Pflicht! Eine gute Moderation des Dienstes ist unabdingbar, wenn man den meisten Usern eine “Rechtssicherheit” (Gleichbehandlung und Schutz vor Störenfrieden, sogenannten Trollen) geben will.

Wie Eltern können (aber müssen nicht) Moderatoren auch mal ein Auge zudrücken, wenn ihr Sprössling 10 Minuten zu spät heim kommt bzw. mal ein paar Meinungsfragen durchgehen lassen. Auch Eltern könnten ihre “Macht” raushängen lassen, wie auch Moderatoren – oft sieht man als Teeny nicht, dass sie es nur gut meinen oder will nicht wahrhaben, dass man eben mal übers Ziel hinausgeschossen ist. Und oft begreift man erst Jahre später, warum sie so reagiert haben – hoffentlich merken es manche User schneller, wie der Hase läuft!

Es muss halt alles im Rahmen bleiben, damit das Gleichgewicht stimmt! Was mich nun zu der Frage bringt: kann z.B. im echten Leben eine Schulklasse in einer demokratischen Grundabstimmung bestimmen, welchen Klassenlehrer sie bekommen? Oder per Handzeichen erzwingen, keine Klassenarbeit zu schreiben? Wohl kaum! Genausowenig können User “Forderungen” stellen, wie etwas ablaufen soll. Wenn ich meinen Eltern gegenüber “gefordert” hätte, welche Markenjeans unterm Weihnachtsbaum zu liegen haben, hätten sie mir was gehustet! Aber wenn ich aufmerksam und fleißig war, dann haben sie schon eher über einen “Wunsch” nachgedacht.

Also Leute, überdenkt mal bitte Eure Strategie, Euer Verhalten und schaut mal, wie viel weiter man mit einem Lächeln (auch virtuell) kommt :-)

Kollegen, die ständig missgelaunt sind und die sich über alles aufregen, die nerven einfach nur – bestenfalls ignoriere ich sie einfach. Aber wer mir hilft und freundlich auf mich zugeht, für den erledige ich auch mal was bevorzugt oder außer der Reihe.

Erkenntnis des Tages: Der Ton macht die Musik, eine alte Weisheit. Man sollte sie sich einfach mal öfter ins Gedächtnis holen.

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Weihnachten, das Fest der Liebe

Verfasst von shugyosha am Dezember 11, 2007

Wenn die Tage kürzer und draussen die Erde braun und schlammig wird, dann nennt man das Winter. Klingt komisch, ist aber so.

Kerzen- und Schokoladenhersteller haben Hochkonjunktur und auch eine kleine Wissensplattform spürt: Weihnachten steht vor der Tür.

Weihnachten, ein Fest der Liebe …oder doch eher der Geschenke? Während man beständig Fragen liest, was man Müttern (41) schenken könnte oder worüber sich 12jährige Mädchen am meisten freuen, kommt mir der Gedanke, was für mich eigentlich Weihnachten bedeutet.

Zunächst: es fühlt sich für mich nicht mehr nach Weihnachten an, seit Jahren nicht mehr. Auch wenn die Duftstecker mit Zimtaroma mir penetrant die Luft nehmen, egal wo ich zu Besuch bin. Auch Schokoladenweihnachtsmänner Mitte September oder Geschenkestress am Vormittag des 24.12. haben für mich nichts mit diesem (ursprünglich mal kirchlichen) Feiertag zu tun. Weihnachten ist einfach eine Ansammlung freier Tage, die mein Urlaubs-Zeitkonto nicht belasten.

Ich frage mich, ob ich mit diesen Gedanken alleine bin oder es noch mehr Menschen gibt, die Weihnachten am liebsten mit einer Decke über den Kopf vorüber gehen lassen möchten. Ich gönne es jedem, Weihnachten so besinnlich wie möglich zu feiern. Mit vielen Geschenken, Kerzen und nach der Bescherung, die erfahrungsgemäß nur wenige Minuten dauert, Papiermüll-Bergen in Höhe des Tschomolungma. Wen’s interessiert: Kartoffelsalat und Würstchen könnte ich auch an jedem anderen Tag im Jahr essen – wenn ich denn wollte.

Wie ich gelesen habe, geht an anderer Stelle ein Aufschrei durch eine User-Gemeinde, weil der Plattform-Betreiber keine Spendenaktion startet. Jeder möchte etwas Gutes tun (es ist ja Weihnachten). Ja Leute, was hindert Euch denn daran, selber was auf die Beine zu stellen? Es gibt doch ein Forum, da kann jeder, dem ein bestimmtes Projekt wichtig ist, es vorstellen und argumentieren, warum man gerade dafür die Geldbörse öffnen sollte. Es gibt große Hilfsorganisationen, die dafür stehen, dass das Geld da ankommt, wofür es gespendet wurde. Und man kann etwas Gutes tun an 365 Tagen im Jahr, nicht nur jetzt.

Der Sinn von LIQ ist doch nicht die Ansammlung wertloser Bonuspunkte, um danach den Hausherrn am Ende des Jahres dazu zu bewegen, es gegen Bares einzutauschen (Los, jetzt spende schon!). Jeder, der dort aktiv ist, macht es doch irgendwie mehr oder weniger, um anderen zu helfen bei den verschiedenen Fragen, die die Menschheit bewegt. Oder um Hilfe bei seinem eigenen Anliegen zu bekommen. Ein kostenloses Geben und Nehmen, Prinzip der Gegenseitigkeit.

Ein Aufschrei nach Spenden, obwohl offiziell zu lesen war, dass nicht Weihnachten, sondern im Frühjahr etwas Größeres geplant ist. Leute, größer ist BESSER – oder verwechsle ich da jetzt was? Ich bin gespannt, ob der Betreiber ob der Kritik von vielen Seiten nicht die Lust vergeht, eine größere Aktion zu starten.

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Ich bin verwirrt…

Verfasst von shugyosha am Dezember 8, 2007

Beim Surfen durch’s Internet stieß ich auf eine Seite, die gibt mir Rätsel auf:
http://iq.lycos.de

Das Konzept ist verständlich, mir jedenfalls. Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege: das ist doch ein Wissensfrage-stellen-Forum, oder? Man stellt eine Frage, die lt. der “Guidelines” erlaubt ist – und mit Glück hat man einen echten Experten, der eine fundierte Antwort gibt. Bereits bei der Anmeldung stimmt man dem zu, was der “Hausherr” als seine Regeln definiert hat. Und man hält sich daran, ganz einfach.

Aber warum gibt es immer noch User, die gern ein (entschuldigt die Wortwahl) Arschloch sein wollen? Einen interessanten Artikel findet man hier: http://ladyiq.wordpress.com/2007/12/05/wie-werde-ich-ein-richtiges-arschloch/
Und andersherum: Arschlöcher, die User sein möchten? (da verlinke ich fairerweise nirgendwohin) ;-)

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“Warum sind die so böse und gemein und lassen mich nicht mehr mitmachen?”

Verfasst von shugyosha am Dezember 8, 2007

Folgendes. Ein Kollege ist seit kurzem in einem Chat angemeldet. Besser gesagt, er WAR dort gelistet. Denn offenbar hätte er sich mehr anpassen sollen, immerhin wollte er ja da mitmachen. Aber nein, er konnte mal wieder seine Klappe nicht halten… Er hat halt Fragen gestellt, Wissensfragen. Jetzt im Nachhinein tut es ihm natürlich leid! Er wollte doch nur mit-chatten! Es half nicht mal was, danach normales Chatverhalten an den Tag zu legen (wie Beschimpfungen, Belanglosigkeiten und Angraberei). Keine Chance, es spielt niemand mehr mit ihm.

Und nun? Was soll ich ihm raten?

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Weihnachtsfeiern…

Verfasst von shugyosha am Dezember 7, 2007

Toll, jedes Jahr das gleiche Spiel: Weihnachtsfeiern, wohin man blickt. Lustig, wenn das Marketing entscheidet, man müsse unbedingt etwas Rotes tragen… Zur Not tut’s auch ein Glühweinfleck auf dem weißen Hemd des Chefs? Wetten, dass man auf ewig nicht mehr hin muss? (Ich empfehle anderentags einen Besuch bei der Agentur für Arbeit.)
Aber es gibt auch resistente Mitarbeiter, die nicht alles lesen (so auch den Hinweis auf die Farbe der erwünschten Kleidung) – und dann ohne Farbtupfer erscheinen. “Mumm ist, wenn man’s macht”? Hm… wahlweise kann man nun versuchen, mit dem Rotwein zu kaschieren – es geht aber auch Tomatensalat…

Was ich auch ganz schlimm finde: Wenn die meisten Leute mit dem Auto kommen und die anderen etwas zu sehr in den Glühweintopf gefallen sind. Dann wird man mit hirnlosen Belanglosigkeiten und Ratschlägen und Kommentaren versehen, dass einem ganz schlecht wird. Kann dann natürlich auch an der Fahne liegen!

Anbandeln ist auch immer ein beliebtes Thema, nicht nur zu Weihnachten. Da muss auch beim diesjährigen Sommerfest was schiefgegangen sein: immerhin sind nun 3 Kolleginnen schwanger… Warten wir mal ab, wer sich in 3 Monaten dann meldet!

Und erzwungene Fröhlichkeit (inklusive Polonaise) kann auch nicht wettmachen, dass man in der Schlange am Büffett zu weit hinten gestanden hat und man nur einen Blick auf leere Töpfe erhaschen konnte. Die Nachspeise 1 h später entschädigte wirklich! Wenn sich ein Hinweis auf den darin enthaltenen Alkohol gefunden hätte, dann wäre alles zuuu perfekt geworden.

“Ach, hat es Ihnen auch so gut gefallen? Nein, ein Geschenk hatten wir gar nicht erwartet – eine Tasse, wie schön. Haben Sie schon gehört, die eine aus der Buchhaltung soll ja diesmal wieder … ” “AUF dem Tisch?” “Nein, drunter!”

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