Ein gutes Zusammenleben und Miteinander erfordert sowohl Regeln als auch Toleranz aller Beteiligten (und dazu gehört das Kennen seiner Rechte und Pflichten).
Demokratisches Denken ist natürlich zu fördern, aber überall gibt es Regeln und Gesetze, an die man sich halten muss, damit es einfach klappt!
Ein Beispiel: “Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch steckst…” – das haben doch die meisten schon mal gehört
Will sagen, die Rechte bestehen hier u.a. darin, kostenfrei bei den Eltern zu wohnen, zu essen, man wird ver- und umsorgt. Die Pflichten sind dann eher individuell: zu einer bestimmten Zeit daheim zu sein, für die Schule zu lernen, verschiedene Aufgaben im Haushalt übernehmen - kurzum: Wohlverhalten.
Wenn der Teenager langsam flügge wird, wird schon mal gern ausgetestet, wie man Regeln umgehen oder dehnen kann. Manchmal klappt das, manchmal wird man in seine Schranken gewiesen.
Und so wie es im echten Leben Regeln und Gesetze gibt, funktioniert es auch im Internet. Es ist kein rechtsfreier Raum, in dem jeder tun und lassen kann, was er will.
Zugegeben, man hat viel mehr Möglichkeiten, zu existieren. Man kann sich auf verschiedenen Plattformen eine virtuelle Persönlichkeit erschaffen und sich ganz anders geben als in der Realität. Aber hinter all den Gestalten stecken Menschen, das wird oft genug vergessen! Und da sind wir wieder beim Punkt: wie kann und wie muss man gut miteinander umgehen?
Es gibt auf der einen Seite den Anbieter eines bestimmten Dienstes, nennen wir ihn den “Hausherrn”. Auf der anderen Seite stehen die Nutzer, also “User”.
Der Diensteanbieter hat Kosten und versucht, z.B. mit Werbebannern Geld zu verdienen und die ganze Sache tragbar zu machen. Das funktioniert nur, wenn genügend Traffic auf den Seiten herrscht (genügend Zielpublikum). Es ist also ein Geben und Nehmen auf Gegenseitigkeit, jeder sollte im Idealfall davon profitieren.
Der Hausherr sagt, wie man sich in seinen Räumen zu verhalten hat und gibt Regeln vor – seine Vorstellung von Wohlverhalten im Interesse aller. Dafür dürfen die User Dienst XY in Anspruch nehmen.
Ich sehe es nicht nur als Recht des Hausherrn an, Regeln aufzustellen – sondern als Pflicht! Eine gute Moderation des Dienstes ist unabdingbar, wenn man den meisten Usern eine “Rechtssicherheit” (Gleichbehandlung und Schutz vor Störenfrieden, sogenannten Trollen) geben will.
Wie Eltern können (aber müssen nicht) Moderatoren auch mal ein Auge zudrücken, wenn ihr Sprössling 10 Minuten zu spät heim kommt bzw. mal ein paar Meinungsfragen durchgehen lassen. Auch Eltern könnten ihre “Macht” raushängen lassen, wie auch Moderatoren – oft sieht man als Teeny nicht, dass sie es nur gut meinen oder will nicht wahrhaben, dass man eben mal übers Ziel hinausgeschossen ist. Und oft begreift man erst Jahre später, warum sie so reagiert haben – hoffentlich merken es manche User schneller, wie der Hase läuft!
Es muss halt alles im Rahmen bleiben, damit das Gleichgewicht stimmt! Was mich nun zu der Frage bringt: kann z.B. im echten Leben eine Schulklasse in einer demokratischen Grundabstimmung bestimmen, welchen Klassenlehrer sie bekommen? Oder per Handzeichen erzwingen, keine Klassenarbeit zu schreiben? Wohl kaum! Genausowenig können User “Forderungen” stellen, wie etwas ablaufen soll. Wenn ich meinen Eltern gegenüber “gefordert” hätte, welche Markenjeans unterm Weihnachtsbaum zu liegen haben, hätten sie mir was gehustet! Aber wenn ich aufmerksam und fleißig war, dann haben sie schon eher über einen “Wunsch” nachgedacht.
Also Leute, überdenkt mal bitte Eure Strategie, Euer Verhalten und schaut mal, wie viel weiter man mit einem Lächeln (auch virtuell) kommt
Kollegen, die ständig missgelaunt sind und die sich über alles aufregen, die nerven einfach nur – bestenfalls ignoriere ich sie einfach. Aber wer mir hilft und freundlich auf mich zugeht, für den erledige ich auch mal was bevorzugt oder außer der Reihe.
Erkenntnis des Tages: Der Ton macht die Musik, eine alte Weisheit. Man sollte sie sich einfach mal öfter ins Gedächtnis holen.